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So war der 14. RheinHexenSlam am Freitag, 19.2.2016 bei uns im Pfarrzentrum

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Erotik an der Supermarktkasse und eine Welt ohne Lüge

Beim 14. Rheinhexenslam im voll besetzten Pfarrzentrum gewann der Remscheider Jan Möbus in einem Herzschlagfinale mit der 19-jährigen Medyia Mahmood den Hexenturm aus Silber.

Lasse Samström

180 Gäste, darunter etwa ein Drittel „Neulinge“, waren dem guten Ruf des Rheinhexenslams gefolgt. Sie erlebten einen Moderator Lasse Samström in Bestform, der für seine fünf Teilnehmehmer erstmals selbst das „Opferlamm“ gab und vorweg einen seiner preisgekrönten Schüttelprosatexte zum Besten gab: „Die letzten drei Sekunden“ oder „lie detzten sei Drekunden“. Und dann führte er angenehm zügig durch das Programm, das mit einem running gag begann. Denn Sascha „Sushi“ Matesic war in der Vergangenheit mehrfach angekündigt worden. Diesmal war der Düsseldorfer auch wirklich gekommen und zeigte direkt leidenschaftliche Slam-Poetry zum Thema Rassismus (45 P.).

Sascha „Sushi“ Matesic

Die einzige Frau im Feld, Medyia Mahmood, erzählte sehr sympathisch, dass sie sozusagen direkt von der Abi-Klausur in Hagen in den Zug gesprungen sei. Die NRW-U20-Senkrechtstarterin feuerte extrem lustige „Was-man-nach-dem-Abi-so-machen-soll“-Kaskaden auf das Publikum ab und bekam die erste 10 des Abends und sehr gute 47 Punkte. Florian Stein aus Essen slammte lautstark über sein Leben ohne Handy aber mit Liebe zur Poesie (43 P.). Michael Schumacher aus Xanten bewies, das gute Slam-Poetry keine Frage des Alters ist (42,5 P.) Der Remscheider Jan Möbus legte einen fulminanten Auftritt hin und rappte  sich auf den zweiten Platz der Hinrunde (46 P.).

Nach der Pause setzte er mit einem brillanten Text über erotisches Kopfkino an der Supermarktkasse noch einen drauf, bekam die Höchstwertung des Abends (49 P.) und setzte sich an die Spitze des Feldes. Michael Schumacher betrieb eine herrliche Exegese des (nieder)rheinisches 9-Wort-Dialogs „Wie jäd et? – Jot! – Un selvs? – Muss! – Na, dann!“ (45 P.) Florian Stein hatte „keine Lust mehr zu funktionieren“ und bekam dafür viel Applaus und 45,5 Punkte. Medyias recht deftiger Text „Ich bin eine Schlampe“ sicherte ihr 46 Punkte und den zweiten Platz.

Miedya Mahmod

Jan Möbus

Nachdem Sushi noch mit einem inbrünstigen Auftritt seine Hassliebe zu Düsseldorf beschrieben hatte, kam es zum Finale. Medyia Mahmood wählte einen erst zwei Tage alten Text  über einen missratenen Montag und das klang dann etwa so: „Ich fühle mich wie diese Rosine aus meinem Müsli, oder ist es nur ein Fussel? Egal, rein damit, mein Körper ist ein Endlager.“

Der erfahrene Jan Möbus malte in „Die Wahrheit“ zwischen Komik und Ernst pendelnd den Schrecken einer Welt ohne Lüge an die Wand: „Mein Entsafter ist in Wahrheit gar nicht energiesparend. Ich werfe ihn aus dem Fenster und rufe ihm hinterher: Lügenpresse!“

Die folgende Applausabstimmung war knapp wie selten. ????????????????????????????????????Erst in der dritten Wiederholung, beim stummen Wedeln mit den Händen (Lasse Samström: „Das machen wir jetzt immer so!“) stand Jan Möbus als Sieger fest. Den Hexenturm aus Silber schenkte er großzügig seiner unterlegenen Mitfinalistin und beschied sich mit einer Literflasche Rheinbacher Brauhausbier. Die Veranstalter von RHEINBACH LIEST freuten sich mit ihren Kooperationspartnern, der Öffentlichen Bücherei St. Martin und der Buchhandlung Kayser über großzügige Getränkespenden, die einer Bibliotheksveranstaltung beim Lesefest SEITENKNISTERN im April zugutekommen sollen.

Der nächste Rheinhexenslam findet am 15. Mai statt. Infos unter rheinbach-liest.de

(Gerd Engel. Rheinbach liest e.V.)

Slam again – 3. RheinHexenSlam in Rheinbach

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5 Minuten, dein Text, deine Stimme, dein Lampenfieber … Das ist Poetry-Slam.

Der RHEINHEXENSLAM, die Rheinbacher Ausgabe des rasanten Dichterwettstreits, geht am Freitag, den 26. Oktober 2012 ab 19:30 Uhr bereits zum dritten Mal an den Start. Veranstaltet wird das Spektakel von „Rheinbach liest e.V.“ in Kooperation mit der Öffentlichen Bücherei St. Martin.

Moderator Lasse Samström wird wieder eine hochkarätige Auswahl von Vortragskünstlern aus ganz Deutschland auf die Aula-Bühne des St.-Joseph-Gymnasiums bringen. Karten gibt es für 7 € (ermäßigt 6 €) im Vorverkauf in der Buchhandlung Kayser, der Öffentlichen Bücherei St. Martin sowie an der Abendkasse (1€ Aufschlag).

Gerd Engel von „Rheinbach liest“ freut sich: „Wir haben uns schon mit zwei Veranstaltungen ein guten Ruf in der Szene verschafft. Lasse Samström hat deutschlandweit Kontakte und kann uns richtige Granaten besorgen.“ Dabei treten die Sprachkünstler ohne Gage an und bekommen lediglich die Fahrtkosten erstattet. Die Sieger der ersten beiden Ausgaben, Florian Cieslik (Frankfurt) und Catherine de la Roche (Köln) waren daher ganz aus dem Häuschen, dass es in der Glasstadt noch eine attraktive Trophäe in Form eines kleinen Hexenturms aus Silber, gestiftet vom Rheinbacher Juwelier CF-Atelier, zu gewinnen gibt. Alle Teilnehmer dürfen zudem eine große Flasche des Rheinbacher Brauhaus-Bieres mit nach Hause nehmen.

Auch in Slam-Master Lasse Samström, alias Albrecht Lahme, steckt eine Menge Rheinbach. Der Wahl-Bonner hat tatsächlich sämtliche Gymnasien der Schulstadt besucht und lässt dies immer wieder in seine Moderation einfließen.

RheinHexenSlam *special* 12.08.2012

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Der Verein Rheinbach liest e.V. präsentiert nach zwei erfolgreichen Poetryslams in Rheinbach nun eine Sondernummer aus der Welt des Slammens:

RheinHexenSlam-Special

RheinHexenSlam *special*

 

**NACKT SAUFEN 2000**
Lesung am 12. August 2012, 18 Uhr, Himmeroder Hof

In Rheinbach besuchten sie einst sämtliche verfügbaren Gymnasien, in Rheinbach halten sie nun Hof. Lasse Samström und Graf H.H.von Hinten, die mittlerweile zigfach preisgekrönten Pioniere des deutschsprachigen Poetry Slam zelebrieren einen sowohl intellektuell wie emotional mitreißenden frühen Leseabend. Schüttelreime, Geschichten und Gardinenpredigten, meistens lustig, immer komisch, durchgängig reflektiert, aufs heftigste ausformuliert und überzeugend vorgetragen. Ein Kofferplattenspieler wird in den nötigen Kurzpausen für die kulturhistorisch korrekte Beschallung mit Brüllaffenmusik-Vinylsingles sorgen. Studentenermäßigung kann nur bei Vorlage einer entsprechenden Arschkarte gewährt werden. Es wird gegrillt und Dosenbier gereicht.

Der Vorverkauf beginnt am Donnerstag, den 26. Juli in der allseits bekannten Buchhandlung Kayser. Eintritt 8 €, ermäßigt schlappe 6, ein Spottpreis! Schnell Karten sichern, die Zahl der Plätze ist begrenzt und die Chance auf (2 € teurere) Abendkassekarten erfahrungsgemäß eher gering.

(Ankündigungstext von der Homepage des Vereins)

Die Öffentliche Bücherei St. Martin ist Kooperationspartner dieser Veranstaltung.

1. Rheinhexenslam

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1. Rheinhexenslam

Plakat 1. Rheinhexenslam

Es war super!

Lasse Samström

Moderator Lasse Samström

Der 1. Rheinbacher Poetry-Slam in der Aula der Kath. Grundschule Bachstraße war ein voller Erfolg.

Die ausverkaufte Veranstaltung, an der neben zwei jungen Rheinbacherinnen auch erfahrene Slammer aus ganz Deutschland teilnahmen, machte vielen Besuchern Lust auf mehr. Die Veranstalter Öffentliche Bücherei St. Martin und „Rheinbach liest e.V.“ versprechen eine Fortsetzung, voraussichtlich Ende April 2012.
Einen guten Eindruck von der Stimmung am Abend vermittelt dieser ->Pressetext des Generalanzeigers vom 30.01.2012.

Herzlichen Glückwunsch an den vom Publikum gekürten Gewinner Florian Cieslik. Eine Kostprobe von ihm, in Rheinbach aus dem Publikum mitgefilmt, gibt es hier:
„Jenseits von Edeka“ – Florian Cieslik beim 1. Rheinhexenslam

Für alle, die neugierig auf Poetryslam geworden sind, empfehle ich die Seite www.myslam.net, eine Seite von und mit den Slammern und vielen Terminen in der ganzen Welt.

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