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Schlagwort-Archive: Geschichten

Preisverleihung des Schreibwettbewerbs im Glasmuseum

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Im Rahmen der Ausstellung „Die Farben des Regenbogens“ im Glasmuseum Rheinbach haben mehrere Grundschulklassen im Umkreis einen kleinen Wettbewerb gestartet: Wer die schönste Geschichte zu einer Katzenskulptur schreibt, möge gewinnen.

Nachdem die Jury (Frau Hahn, Herr Ahrweiler, Frau Fabritius) also ihre Favoriten aus den 44 Teilnehmern bewertet hat, fand am Freitag, dem 18. März 2016, die Prämierung der Teilnehmerklassen statt. Einleitend fragte Frau Fabritius die Kinder (es waren 6 Klassen anwesend), wie ein Regenbogen entstehe und wer bereits einen „doppelten“ gesehen habe. Als dann die Märchenerzählerin und Puppenspielerin Gudrun Blum, welche ebenfalls für die Veranstaltung eingeplant war, und der Rheinbacher Bürgermeister Stefan Raetz eintrafen, trug Herr Raetz eine Rede vor – und dann begann Frau Blum mit ihrer Vorstellung.

Frau Blum erzählt mit kunstvoller Darstellung die Märchen

Frau Blum erzählt mit kunstvoller Darstellung die Märchen

Sie erzählte mit unterhaltender Darstellung und unter Einbindung einer Klangschale zwei Märchen, „ohne Flunkerei der Wahrheit entsprungen“ – eines über eine Katze, die über Umwege eine Frau als Lebensgefährtin fand, und ein anderes über Königstöchter mit gläsernen Herzen, von denen die Jüngste an einen Glaser verheiratet werden sollte.

Bürgermeister Stefan Raetz ruft die Gewinner nach vorne

Bürgermeister Stefan Raetz ruft die Gewinner nach vorne

 

Als alle dann frisch-vergnügt waren, begann die Preisverleihung. Der Bürgermeister rief die sechs Gewinner (vier aus den dritten und zwei aus den vierten Klassen) nach vorne auf ein Gewinnerpodium und jedes der Kinder gewann ein Buch. Im Anschluss las Frau Blum die Geschichten der beiden ersten Plätze vor. Am Ende wurde ein Tagesbesuch des Monte Mare für eine gesamte Klasse verlost, an dem sich die 4. Klasse der KGS Merzbach erfreuen durfte.

Klasse 4 von Frau Ratzlaff erfreut sich am gewonnen Schwimmbadausflug

Klasse 4 von Frau Ratzlaff freut sich über den kommenden Schwimmbadausflug

So war der 14. RheinHexenSlam am Freitag, 19.2.2016 bei uns im Pfarrzentrum

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Erotik an der Supermarktkasse und eine Welt ohne Lüge

Beim 14. Rheinhexenslam im voll besetzten Pfarrzentrum gewann der Remscheider Jan Möbus in einem Herzschlagfinale mit der 19-jährigen Medyia Mahmood den Hexenturm aus Silber.

Lasse Samström

180 Gäste, darunter etwa ein Drittel „Neulinge“, waren dem guten Ruf des Rheinhexenslams gefolgt. Sie erlebten einen Moderator Lasse Samström in Bestform, der für seine fünf Teilnehmehmer erstmals selbst das „Opferlamm“ gab und vorweg einen seiner preisgekrönten Schüttelprosatexte zum Besten gab: „Die letzten drei Sekunden“ oder „lie detzten sei Drekunden“. Und dann führte er angenehm zügig durch das Programm, das mit einem running gag begann. Denn Sascha „Sushi“ Matesic war in der Vergangenheit mehrfach angekündigt worden. Diesmal war der Düsseldorfer auch wirklich gekommen und zeigte direkt leidenschaftliche Slam-Poetry zum Thema Rassismus (45 P.).

Sascha „Sushi“ Matesic

Die einzige Frau im Feld, Medyia Mahmood, erzählte sehr sympathisch, dass sie sozusagen direkt von der Abi-Klausur in Hagen in den Zug gesprungen sei. Die NRW-U20-Senkrechtstarterin feuerte extrem lustige „Was-man-nach-dem-Abi-so-machen-soll“-Kaskaden auf das Publikum ab und bekam die erste 10 des Abends und sehr gute 47 Punkte. Florian Stein aus Essen slammte lautstark über sein Leben ohne Handy aber mit Liebe zur Poesie (43 P.). Michael Schumacher aus Xanten bewies, das gute Slam-Poetry keine Frage des Alters ist (42,5 P.) Der Remscheider Jan Möbus legte einen fulminanten Auftritt hin und rappte  sich auf den zweiten Platz der Hinrunde (46 P.).

Nach der Pause setzte er mit einem brillanten Text über erotisches Kopfkino an der Supermarktkasse noch einen drauf, bekam die Höchstwertung des Abends (49 P.) und setzte sich an die Spitze des Feldes. Michael Schumacher betrieb eine herrliche Exegese des (nieder)rheinisches 9-Wort-Dialogs „Wie jäd et? – Jot! – Un selvs? – Muss! – Na, dann!“ (45 P.) Florian Stein hatte „keine Lust mehr zu funktionieren“ und bekam dafür viel Applaus und 45,5 Punkte. Medyias recht deftiger Text „Ich bin eine Schlampe“ sicherte ihr 46 Punkte und den zweiten Platz.

Miedya Mahmod

Jan Möbus

Nachdem Sushi noch mit einem inbrünstigen Auftritt seine Hassliebe zu Düsseldorf beschrieben hatte, kam es zum Finale. Medyia Mahmood wählte einen erst zwei Tage alten Text  über einen missratenen Montag und das klang dann etwa so: „Ich fühle mich wie diese Rosine aus meinem Müsli, oder ist es nur ein Fussel? Egal, rein damit, mein Körper ist ein Endlager.“

Der erfahrene Jan Möbus malte in „Die Wahrheit“ zwischen Komik und Ernst pendelnd den Schrecken einer Welt ohne Lüge an die Wand: „Mein Entsafter ist in Wahrheit gar nicht energiesparend. Ich werfe ihn aus dem Fenster und rufe ihm hinterher: Lügenpresse!“

Die folgende Applausabstimmung war knapp wie selten. ????????????????????????????????????Erst in der dritten Wiederholung, beim stummen Wedeln mit den Händen (Lasse Samström: „Das machen wir jetzt immer so!“) stand Jan Möbus als Sieger fest. Den Hexenturm aus Silber schenkte er großzügig seiner unterlegenen Mitfinalistin und beschied sich mit einer Literflasche Rheinbacher Brauhausbier. Die Veranstalter von RHEINBACH LIEST freuten sich mit ihren Kooperationspartnern, der Öffentlichen Bücherei St. Martin und der Buchhandlung Kayser über großzügige Getränkespenden, die einer Bibliotheksveranstaltung beim Lesefest SEITENKNISTERN im April zugutekommen sollen.

Der nächste Rheinhexenslam findet am 15. Mai statt. Infos unter rheinbach-liest.de

(Gerd Engel. Rheinbach liest e.V.)

Hobbyautoren bei Kerzenlicht im Glashaus – 11. TextProbe

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Bereits zum elften Mal luden RHEINBACH LIEST, die Öffentliche Bücherei St. Martin und die Buchhandlung Kayser zur „Textprobe“, diesmal im Rahmen des KULTURPAVILLONS. Rund 50 Besucher waren am 31. August 2015 von den handgemachten Texten, der Musik und nicht zuletzt dem festlichen Ambiente im Glaspavillon an der Stadthalle hellauf begeistert.20150831_193927

Gleich zu Beginn gab Moderator Lothar Tolksdorf eine Anekdote zu einer unfreiwilligen Erfahrung auf dem FKK-Campingplatz zum Besten. Ein Vorgeschmack darauf, was das Motto des Abends alles umfasste: „Glück, Glas und andere große Gefühle“.

Wie es der TextProben-Besucher gewohnt ist, wartete die „talentierte Literaturbühne“ auch diesmal mit einem bunten Genre-Mix auf: Bei dem Format tragen Jederzeit- und Gelegenheitsautoren dem Publikum das Neueste aus ihren Schreibwerkstätten vor. Und wenn ein Text mal in keine Sparte passt, wird eben eine neue dafür erfunden.

So etwa bei dem 15-jährigen Tom Engeland, der in seinen beiden Vorträgen Buddhas Meinung über Mangos mit einem Plädoyer für das Alien im gleichnamigen Film kunstvoll verknüpfte. Außerdem philosophierte er über imaginäre Mitbewohner, den Sinn des Spiels Scrabble und wahre Worte.  07_Tom Engeland bei der 11. TextProbe

Ganz anders waren da die Beiträge von Margret Wittgrefe und Renate Meyer, die sich klar an ihr Genre hielten. Die eine entführte die Zuhörer in die Welt der Märchen und blickte mit ihnen in einen Zauberspiegel. Die andere brachte in kurzen Gedichten Begegnungen und Gedanken zum Ausdruck.

Auch der Meckenheimer Thomas Mentzel blieb den Gedichten treu. Er erzählte locker-fröhlich vom Entstehungsprozess eines solchen und wie viel Alkohol dazu förderlich oder weniger förderlich ist.

06_Thomas Mentzel bei der 11. TextProbeBritta Mekelburger, die jüngste Teilnehmerin des Abends, erinnerte sich in malerisch-verträumter Sprache, konsequent dem gewählten Metrum und Reimschema folgend, an eine Vollmondnacht, von Unterwasser aus betrachtet. Gedichte ohne Reim hingegen trug Christiane Bröckelmann vor. Sie machte sich philosophische Gedanken zu Aussehen und Oberflächlichkeiten in unserer Gesellschaft, und wie man eigentlich sein will.

Von Günter Detro und Leonie Schnack zuletzt bekam das Publikum zwei ganz 03_Günter Detro bei der 11. TextProbeverschiedene Kurzgeschichten zu hören: Detros Geschichte über Krösus Christian hatte seinen Schauplatz in Rheinbach, gar einen Showdown im Glasmuseum, war höchst erheiternd und geizte nicht mit überraschenden Wendungen. Zum Nachdenken und Mit-Fühlen regte der Bericht der Studentin von einer ersten Begegnung mit einer syrischen Flüchtlingsfamilie an.

20150831_194927Inspiriert davon und in Hinblick auf die Aktualität des Themas verkündete Gerd Engel aus dem Vorstand von RHEINBACH LIEST im Anschluss, der Erlös des Abends werde zugunsten von Sprach- und Leseförderprojekten mit Rheinbacher Flüchtlingsfamilien gespendet werden. Dafür gab es viel Applaus und am Ende blieben über zweihundert Euro im Hut.

Aber es blieb nicht nur beim Reden. Zusammen mit Pianist Dirk Plücker untermalte Engel den Abend musikalisch. Die Texte des Liedermacherduos, das der Einfachheit halber dirkundich heißt, waren diesmal etwas nachdenklicher: Erst am Ende gab es mit „Ich auch“ wieder gehobenen Klamauk und augenzwinkernde Nostalgie.

20150831_194402Bei Kerzenschein, in der Ferne die Tomburg im Dämmerlicht, gaben die beiden dabei auch rein optisch ein schönes Bild ab. So kam für das Publikum eine gemütliche, fast heimelige Atmosphäre auf; man fühlte sich sichtlich wohl.

Zum Abschluss, nachdem das letzte Lied verklungen war, stellte Tolksdorf den neuen Leiter der „Buchhandlung Kayser“, Christoph Ahrweiler, vor. Engel erinnerte daran, dass der abdankende „Kayser“ Andreas John einen entscheidenden Anteil an der Gründung von RHEINBACH LIEST hatte und drückte seinen Wunsch aus, dass Andreas John den vielen Projekten, die er mit angeschoben hat, verbunden bleibt.

Eines davon wird die nächste TextProbe sein. Sie findet am 30. November in der Buchhandlung Kayser statt. Ambitionierte Hobbyautoren, die gerne teilnehmen möchten, melden sich  bei gerd.engel@rheinbach-liest.de

Schöner als Himmel und Erde: Lieblingsmärchen des Rheinbacher Märchenkreises „Das Schatzkästlein“

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Ein Spiegel der Musik machen kann, ein gefräßiger Kater, ein Pechvogel, was haben diese drei gemeinsam? Ganz einfach, sie sind allesamt Märchenhelden.

Der Märchenkreis „Das Schatzkästlein“, genauer fünf der zwölf Mitglieder dieses Kreises, lüftete ein Geheimnis nach dem anderen, indem vor jedem frei erzählten Märchen ein entsprechendes, symbolhaftes Requisit aus dem Kästlein, dass mittlerweile zur Kiste geworden ist, gezogen wurde.  IMG_6720_k

Am 12. Juni 2015 war der Märchenkreis in der Öffentlichen Bücherei St. Martin zu Gast, um mit einem öffentlichen Märchenabend sein 10-jähriges Jubiläum zu feiern. Die fünf Erzählerinnen Gudrun Blum, Roswitha Becker, Monique Escamilla, Caterina Vanella und Christa Asmussen präsentierten mit ihren zehn Lieblingsmärchen aus aller Welt die Geschichten, die ihnen in den letzten zehn Jahren ans Herz gewachsen sind, und so wurde daraus ein buntes, märchenhaftes Programm.

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Die Märchenerzählerinnen ließen ihre Geschichten mit melodischen Tönen verschiedener Klanginstrumente nachklingen, bevor es weiter ging. Auch ein Kamishibai, ein hölzernes Tischtheater, kam bei den Märchen „ Das Froschmädchen“ und „ Wie die Erdbeeren auf die Welt kamen“ zum Einsatz.

Diese Erzählweise und das Gestalten der Bilder hat Gudrun Blum, Gründerin des Märchenkreises, in der Vergangenheit schon mehrmals in Wochenendkursen, die von der  Öffentlichen Bücherei St. Martin angeboten wurden, vorgestellt. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte die Bücherei, oder die unten angegebene Adresse.

In der Pause wurden die begeisterten Zuschauer mit Tee aus dem Samowar und leckeren Köstlichkeiten verwöhnt. Auch zukünftig wird der Märchenkreis seine Auftritte fortsetzen. Einige Mitglieder des Märchenkreises sind auch Vorlesepaten der Bücherei und im Rahmen von „Reisen ins Geschichtenland“ aktiv.  IMG_6712_k

Weitere Informationen zu den Vorlesestunden unter www.buecherei-rheinbach.de. Kontaktadresse des Märchenkreises unter: www.mobile-maerchenfee.de

Gudrun Blum

24. Türchen

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Alle Jahre wieder, die Weihnachtsgeschichte 2.0, dieses Mal ein Upgrade

24. Tür

 

22. Türchen

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22. Tür

Heute laden wir euch zu einer Bahnfahrt ein, virtuell natürlich (Flash Player erforderlich)

19. Türchen

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Und wieder ein Türchen zum Öffnen für Euch:

Krippe_Rb_1

19. Tür

 

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